Legal Lunch mit der stellvertretenden Generaldirektorin Irmfried Schwimann der Europäischen Kommission

Wie kann die EU den Dienstleistungsverkehr zwischen den Mitgliedstaaten attraktiver machen? Welche grenzüberschreitenden Barrieren belasten Unternehmen besonders?  Welche Impulse sind notwendig um Start-ups weiter zu fördern? Genau diese Fragen versuchte die Europäische Kommission mit zwei kürzlich präsentierten Maßnahmenpaketen zu beantworten. Die Einzelheiten der Initiativen wurden am 14. Februar 2017 von Irmfried Schwimann, stellvertretende Leiterin der zuständigen Generaldirektion der Kommission, im Rahmen eines „Legal Lunch“ mit dem Thema „Initiativen der Binnenmarktstrategie 2017“ im Brüsseler Büro der Notariatskammer vorgestellt. „Europa ist, was die Gründung von Start-ups betrifft, mittlerweile genauso erfolgreich wie die USA“, stellte Schwimann gleich zu Beginn fest. Bei der Erweiterung der jungen Unternehmen, dem Scale-up, liege man in EU aufgrund zwischenstaatlicher Barrieren jedoch zurück. Deshalb setzt die „Start-up und Scale-up-Initiative“ der Kommission vor allem auf den Abbau von finanziellen und administrativen Hürden. „Wer in Europa als Unternehmer einmal scheitert, ist weg vom Fenster“, fuhr sie fort und ging damit auf einen zentralen Punkt der Plans – der zweiten Chance für ehrliche Unternehmer nach einer Insolvenz – ein. Die zweite Initiative, die Schwimann präsentierte, betraf das Dienstleistungspaket der Kommission. Es soll die Dienstleistungserbringung in anderen EU-Staaten erleichtern und so das Potenzial des Binnenmarkts weiter ausschöpfen. Im Anschluss an den Vortrag hatten die knapp 30 geladenen Gäste in der Notariatskammer, darunter der Präsident der Österreichischen Notariatskammer Univ. Doz. Mag. DDr. Ludwig Bittner, die Möglichkeit Fragen direkt an die stellvertretende Generaldirektorin Irmfried Schwimann zu stellen.

Repräsentantin Cindy Fökehrer, Präsident Ludwig Bittner und Irmfried Schwimann, stellvertretende Generaldirektorin der Europäischen Kommission

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